TANNENEIS
CHRISTBAUMRECYCLING MAL ANDERS
Tannen-Nadeln weisen viele wichtige Nährstoffe auf. Seit jeher werden sie in der
Volksmedizin und in der traditionellen Küche verwendet. Schon Hildegard von
Bingen und Sebastian Kneipp erwähnten Tannenspitzen als wichtige Heilpflanze in
ihren Werken. Unter anderem enthalten Tannennadeln ätherische Öle
(=„Tannenbaum-Duft“), Chlorophyll und große Mengen Vitamin C. Aus diesem
Grund wurden sie früher von Seefahrern geschätzt, um der gefürchteten Vitamin-
C-Mangelerkrankung Skorbut vorzubeugen. Auch unser heimisches Wild nascht
gerne Tannenspitzen. Die klassische Erntezeit für Tannenspitze ist der Mai und
Juni. Dann sind sie hellgrün, saftig und säuerlich. Aber auch im übrigen Jahr
können sie geerntet werden. Die Säure geht etwas zurück und die Nadeln sind
deutlich faserig. Um die Tannen in ihrem Wachstum nicht zu stören, bitte nur
einzelne Seitentriebe ernten.
Bitte beachten: Tannen nicht mit Eiben verwechseln, letztere sind giftig!
Zutaten
Zubereitung
Arbeitszeit: 30 Min.
Kochzeit: 5 Min.
Gesamtzeit: 35 Min.
ZUBEREITUNG
(1)
Tannennadeln mit etwas Milch im Mixer fein häckseln (je später im Jahr,
desto feiner häckseln)
(2)
Die Sahne und die restliche Milch, die Hälfte vom Zucker mit dem
ausgekratzten Mark der Vanilleschoten und den fein gehäckselten
Tannennadeln in einen Topf geben und unter Rühren erhitzen, bis die
Masse gerade ganz leicht köchelt. Vom Herd nehmen und abkühlen
lassen.
(3)
Den restlichen Zucker mit dem Eigelb zu einer schaumigen Masse
verrühren. Danach die nur noch lauwarme Sahne-Nadel-Mischung unter
die Eigelb-Zuckermasse unterrühren.
(4)
Zum Abkühlen 2 – 3 Stunden in den Kühlschrank stellen.
(5)
Mit dem Mixer / Schneebesen kräftig Luft unterschlagen
(6)
In die Eismaschine füllen und zu Eis rühren lassen (alternativ: in die
Gefriertruhe stellen und ca. alle halbe Stunde kräftig durchrühren, damit
die Masse sämig bleibt)
(7)
Mit Waldfrüchten der Saison (Preiselbeeren, Himbeeren, Hagebutten)
anrichten
💡 Tipp/Hinweis
Weitere Rezepte finden Sie in den
Wildkochbüchern des Forstbetriebs
Fichtelberg