Businessplan
Für alle Finanzierungen und Förderkredite/-anträge sowie für die eigene Planung benötigt ein neues Unternehmen zwingend einen gut ausgearbeiteten Businessplan.
Ein Businessplan ist ein schriftliches Dokument, das die Geschäftsidee, die Ziele und die Strategie eines neuen Unternehmens detailliert beschreibt (schriftlicher Teil). Er enthält i.d.R. eine Marktanalyse sowie eine detaillierte Finanzplanung (Finanzplan).
So wie jedes Unternehmen ist auch jeder Businessplan individuell. „Den einen“ richtigen Plan gibt es nicht. Für Handelsunternehmen sind zum Beispiel andere Punkte wichtig als für Dienstleistungsbetriebe. Je nachdem sind die verschiedenen Abschnitte des Planes anders gewichtet.
Ein ausführlicher schriftlicher Teil bringt Gründer dazu, sich im Detail mit Ihrer Geschäftsidee auseinanderzusetzen. Diese intensive Auseinandersetzung verschafft ein Stück Sicherheit und einen guten Überblick über Chancen und Risiken.
Folgende Punkte sind zu beachten:
- Eine klare und übersichtliche Struktur sowie eine optisch ansprechende Gestaltung. Hierfür gibt es z.B. vorhandene Vorlagen, die individuell auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können.
- Eine ausführliche Beschreibung des Unternehmens, ohne Wiederholungen im Businessplan.
Umfang max. 30 Seiten (inklusive Anhang). - Dritte sollten sich nur anhand des Businessplans – also ohne zusätzliche mündliche Erläuterungen – ein umfangreiches Bild der Unternehmung machen können.
Ein Finanzplan beschäftigt sich mit den voraussichtlich zu zukünftigen Umsätzen und Erträgen eines neuen Unternehmens und gibt Auskunft über die erwarteten Einnahmen und Ausgaben, Investitionen, Finanzierungsmöglichkeiten sowie über den erwarteten Cashflow.
Typischerweise wird ein Finanzplan über 1-5 Jahre aufgestellt.
Der Finanzplan baut auf den Erläuterungen des schriftlichen Teils auf und gibt eine Aussage darüber, ob das Geschäftsmodell rentabel ist und in welcher Größenordnung sich Umsatz, Kosten und Gewinne bewegen. In Finanzplänen handelt es sich immer um Planzahlen, die auf Basis einer Marktanalyse geschätzt werden (Nachfrage, Standort, Konkurrenz, investierte Zeit etc.), da genaue Aussagen zu den unternehmerischen Kennzahlen sehr schwierig sind.
- Umsatzplanung erstellen
Wieviel Umsatz werden Sie mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung erzielen? Wieviel werden Sie in den ersten Wochen, Monaten und Jahren verkaufen?
Berücksichtigen Sie dabei, dass Ihr Angebot neu am Markt ist. In der Praxis steigen die Verkaufszahlen von neu gegründeten Unternehmen zunächst langsam an. - Kostenplan erstellen
Auf Basis der Umsatzentwicklung kalkulieren Sie, mit welchen Kosten Sie in der Finanzplanung rechnen. Zu den Kosten, die im Zuge der Existenzgründung anfallen, gehören umsatzabhängige Kosten (z.B. Materialkosten oder der Wareneinkauf) und Betriebskosten (z.B. Löhne und Gehälter, Miete, Marketingkosten, Versicherungsgebühren). - Kapitalbedarf ermitteln
Nehmen wir an, Sie wissen bereits, dass Sie nach zwölf Monaten das erste Mal Gewinne erwirtschaften; bis es so weit ist, benötigen Sie allerdings 100.000 EUR für die Vorfinanzierung – dank Ihres Kostenplans wissen Sie, dass sich die Kosten für die Gründung und die Investitionen auf 40.000 EUR belaufen. Sie haben Eigenkapital in Höhe von 20.000 EUR. Das bedeutet, dass Sie einen Kapitalbedarf von insgesamt 120.000 EUR haben. - Rentabilitätsvorschau erstellen
Die Rentabilitätsvorschau stellt die wichtigsten Kennzahlen des operativen Geschäfts auf Jahresbasis dar. Sie soll auf einen Blick erkennbar machen, wie rentabel Ihre Geschäftsidee tatsächlich ist. - Liquiditätsplanung aufstellen
Liquidität (aus dem Lateinischen liquidus für „flüssig“ abgeleitet) bezeichnet die in einem Unternehmen zur Verfügung stehenden flüssigen Zahlungsmittel, wie Bargeld oder Bankguthaben. Ist Ihr Unternehmen liquide, bedeutet das, dass Sie alle anstehenden Rechnungen fristgerecht und ohne Probleme bezahlen können. Der Liquiditätsplan bildet ab, wie sich Ihre Zahlungsfähigkeit in den kommenden Wochen und Monaten entwickelt.