Die Kösseine (939 m)
Granitfelsen, weite Ausblicke und eine gemütliche Einkehr: Die Kösseine gehört zu den markantesten Gipfeln des Fichtelgebirges. Mit ihrem großen Granitblockmeer, dem historischen Kösseineturm und dem Kösseinehaus ist sie ein echtes Highlight der 12-Gipfel-Tour. ⛰️🌲
Mit 939 Metern Höhe liegt die Große Kösseine im Fichtelgebirge und gehört zu den aussichtsreichsten Bergen der Region. Über den Gipfel verläuft die Hauptwasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer. Gleichzeitig ist die Kösseine ein besonderer Ort für alle, die Felsen, Wald und Geschichte miteinander verbinden möchten.
Granit soweit das Auge reicht 🪨
Die Kösseine ist vor allem für ihre beeindruckende Granitlandschaft bekannt. Rund um den Gipfel liegen mächtige Felsblöcke, die durch Verwitterung und die Einwirkung von Wasser, Wind, Eis und Sonne entstanden sind.
Das Blockmeer der Kösseine gehört zu den Relikten der letzten Eiszeit und steht als Teil des Gipfelbereichs unter Naturschutz. Zwischen den Granitblöcken hat sich eine besondere Landschaft entwickelt, die nicht nur geologisch spannend ist, sondern auch Lebensraum für speziell angepasste Tier- und Pflanzenarten bietet.
Der Fichtelgebirgsverein bezeichnet die Große Kösseine mit ihrem Granitblockmeer als einen der aussichtsreichsten Berge des Fichtelgebirges.
100 Jahre Kösseineturm 🔭
Hoch oben auf dem Gipfel steht der Kösseineturm. Der heutige steinerne Aussichtsturm wurde am 12. Oktober 1924 feierlich eingeweiht; 2024 konnte er damit bereits seinen 100. Geburtstag feiern.
Dabei war er nicht der erste Aussichtspunkt auf der Kösseine. Schon im 19. Jahrhundert gab es verschiedene hölzerne Aussichtskonstruktionen. 1839 entstand eine hölzerne Vermessungspyramide, 1852 folgte ein Aussichtspavillon. Die Vorgänger hielten dem rauen Gipfelwetter jedoch nicht dauerhaft stand.
Für den heutigen Turm wurden die Granitsteine sogar zum Gipfel transportiert. Zahlreiche freiwillige Helfer unterstützten den Bau, darunter auch Wanderer, die zufällig vorbeikamen. Der fertige Kösseineturm ist rund 6,4 Meter hoch und steht bis heute auf dem höchsten Felsen der Kösseine.
Oben angekommen wartet ein weiter Rundblick über das Fichtelgebirge – ein perfekter Moment, um kurz innezuhalten und die Landschaft auf sich wirken zu lassen. 👀
Das Kösseinehaus – Einkehren mit Gipfelblick 🍰☕
Direkt im Gipfelbereich liegt das Kösseinehaus des Fichtelgebirgsvereins. Es wurde bereits 1903 eröffnet und gehört damit zu den ältesten Unterkunftshäusern des Vereins.
Heute ist es ein beliebter Treffpunkt für Wanderer. Auf der Terrasse und im Biergarten lässt sich eine Brotzeit genießen, bevor es wieder bergab geht. Wer länger bleiben möchte, kann hier auch übernachten. 🛏️
Eine Besonderheit rund um das Haus sind die Berg-Ulmen, die zwischen Kösseinehaus und Kösseineturm wachsen und im Fichtelgebirge eine Besonderheit darstellen.
Goethe und die Granitwelt der Kösseine 📖🪨
Die Kösseine faszinierte schon vor mehr als 200 Jahren einen ganz besonderen Besucher: Johann Wolfgang von Goethe. Auf seinen Reisen durch das Fichtelgebirge beschäftigte er sich intensiv mit dem Granit und den ungewöhnlichen Felsformationen der Region. 1785 besuchte er die Felsenwelt an der Kösseine, später kehrte er noch einmal zurück.
Dabei interessierte Goethe nicht nur die Schönheit der Felsen. Er wollte verstehen, wie die riesigen Granitblöcke und Felslandschaften überhaupt entstanden waren. Anders als die damals verbreiteten Erklärungen durch gewaltige Naturkatastrophen erkannte er, dass natürliche Verwitterungsprozesse eine entscheidende Rolle spielten. Damit kam er der heutigen Erklärung der sogenannten Wollsackverwitterung bereits erstaunlich nahe.
Wenn Du heute zwischen den mächtigen Granitblöcken der Kösseine unterwegs bist, kannst Du also auf den Spuren eines Dichters wandern, der hier nicht nur Inspiration suchte, sondern mit wissenschaftlichem Blick auf die Landschaft schaute. 🌲
Wandern und Radln zur Kösseine 🚶♀️🚵🌲
Die Kösseine ist nur zu Fuß bzw. mit dem Rad erreichbar und genau das macht den Weg zum Gipfel zu einem Teil des Erlebnisses. Zahlreiche markierte Wander- und Fahrradwege führen aus verschiedenen Richtungen hinauf.
Besonders reizvoll ist die Verbindung mit der Luisenburg. Über den Höhenweg geht es durch typische Fichtenwälder und vorbei an markanten Granitfelsen wie dem Haberstein bis hinauf zur Kösseine.
Auch vom Kösseinehaus aus lassen sich weitere Wanderungen unternehmen. Die Kösseine liegt außerdem an wichtigen Fernwanderwegen wie dem Fränkischen Gebirgsweg und dem Höhenweg.
Wer die Kösseine als Teil der 12-Gipfel-Tour besucht, kann den Gipfel also ganz unterschiedlich erleben: als Ziel einer gemütlichen Wanderung, als Zwischenstation einer längeren Tour oder als Ausgangspunkt für weitere Entdeckungen. 🥰
Ein Gipfel mit eigenem Fluss 💧
Nicht nur der Berg selbst trägt den Namen Kösseine. Auch ein Fluss entspringt an der Südostseite des Berges: die Kösseine.
Auf rund 19 Kilometern fließt sie über Waldershof, Marktredwitz und Brand und mündet schließlich bei Seußen in die Röslau. So wird aus dem Gipfel ein Ausgangspunkt für einen Wasserlauf, der seinen Weg durch die Region nimmt.
Die 12-Gipfel-Tour
Warum die Kösseine zur 12-Gipfel-Tour gehört? ⭐
✔ 939 Meter Gipfelhöhe
✔ beeindruckendes Granitblockmeer
✔ historischer Kösseineturm
✔ gemütliche Einkehr im Kösseinehaus
✔ Haberstein und Luisenburg in unmittelbarer Nähe
✔ abwechslungsreiche Wanderwege
Die Kösseine verbindet alles, was das Fichtelgebirge besonders macht: Granit und Wald, Weitblick und Geschichte, Wandern und Einkehren. Ein Gipfel, bei dem der Weg genauso viel zu entdecken bietet wie das Ziel. ⛰️💚
+++Tipp: Du möchtest noch mehr erfahren und direkt Fichtel-Punkte sammeln? Dann versuche Dich doch an unserem interaktiven Quiz entlange des Ringweges! Oder Du nutzt die Augmented Reality Funktion direkt am Gipfel. Sobald Du im Umkreis von 50 m des Gipfelturms bist, erfährst Du mehr über die Umgebung und den einzigartigen Ausblick!+++
Du findest weitere Insiderartikel in der FichtelApp, Deiner Regional-App.