Junge Talente für die Zukunft der Region begeistern: Auftakt für das Projekt „Fichtel-MINT – digitaler Wirtschaftswandel trifft Heimat“

Wie entsteht eigentlich Granit? Was steckt hinter moderner Werkstoffentwicklung? Wie funktioniert Robotik? Und welche spannenden Berufsperspektiven verbergen sich direkt vor der eigenen Haustür?

Mit genau diesen Fragen beschäftigt sich künftig das neue Projekt „Fichtel-MINT – digitaler Wirtschaftswandel trifft Heimat“, das jetzt mit einem Auftaktworkshop im Landratsamt Wunsiedel offiziell gestartet ist. Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen, Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Institutionen kamen zusammen, um die ersten Inhalte und Lernformate gemeinsam zu entwickeln. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen Lust auf Naturwissenschaften, Technik und Digitalisierung zu machen – und ihnen gleichzeitig zu zeigen, welche Chancen ihre Heimatregion bietet.

Fichtel-MINT verbindet Heimat und Innovation

Das Besondere an Fichtel-MINT: Hier wird nicht nur experimentiert und programmiert. Die Lernangebote knüpfen direkt an die Stärken des Fichtelgebirges an – von Geologie und Porzellan über nachhaltige Energie und Kreislaufwirtschaft bis hin zu Digitalisierung und Hightech. So erleben Kinder und Jugendliche, wie eng ihre Heimat mit Innovation verbunden ist und welche beruflichen Möglichkeiten sich daraus ergeben. Workshops, Forscherkurse, Ferienprogramme, Betriebsbesichtigungen und sogenannte Job Experience Days bringen sie mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Bildungspartnern der Region zusammen.

Zukunftsperspektiven für junge Menschen im Fichtelgebirge

Finanz- und Heimatstaatssekretär Martin Schöffel unterstrich die Bedeutung des Projekts für die Region: „Wer junge Menschen für ihre Heimat begeistern will, muss ihnen Zukunftsperspektiven aufzeigen. Genau das gelingt mit Fichtel-MINT. Das Projekt verbindet Naturwissenschaft und Technik mit regionaler Identität und macht deutlich, welche Innovationskraft im Fichtelgebirge steckt. Das ist gelebte Heimatpolitik und eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Region.“

Auch Landrat Peter Berek sieht in Fichtel-MINT einen wichtigen Baustein für die Zukunft des Landkreises: „Wir möchten jungen Menschen zeigen, dass Zukunft nicht irgendwo anders beginnt, sondern direkt hier vor ihrer Haustür. Das Fichtelgebirge verbindet Tradition mit Innovation und bietet hervorragende Perspektiven für alle, die neugierig sind und etwas bewegen wollen. Fichtel-MINT hilft dabei, diese Chancen sichtbar zu machen und früh Begeisterung für Naturwissenschaften, Technik und Digitalisierung zu wecken. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur Zukunftsfähigkeit unserer Region.“

Bildungsangebote gemeinsam mit der Region entwickeln

Der Auftaktworkshop bildete zugleich den Startschuss für die gemeinsame Entwicklung der Bildungsangebote. Lehrkräfte, Bildungspartner, Unternehmen und weitere Akteure brachten ihre Ideen und Bedarfe ein, damit die Lernformate möglichst praxisnah und passgenau entstehen. Die Ergebnisse fließen nun in die weitere Projektkonzeption ein.

Praxisnah MINT-Themen entdecken

Projektträger ist das Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD) in Selb. Standortleiter Dr.-Ing. Felipe Wolff-Fabris betonte den praxisnahen Ansatz des Projekts: „Kinder und Jugendliche lernen am besten, wenn sie selbst ausprobieren, experimentieren und erleben können. Mit Fichtel-MINT wollen wir zeigen, dass moderne Technologien, Forschung und Innovation unmittelbar mit dem Fichtelgebirge verbunden sind. Unser Ziel ist es, junge Menschen für MINT-Themen zu begeistern und ihnen gleichzeitig aufzuzeigen, welche spannenden Ausbildungs- und Berufsperspektiven die Unternehmen und Forschungseinrichtungen unserer Region bieten.“

Angebote für Kinder und Jugendliche von sechs bis 17 Jahren

Das Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 17 Jahren. Neben klassischen MINT-Angeboten stehen auch Themen wie Heimatbewusstsein, Nachhaltigkeit und berufliche Orientierung im Mittelpunkt. Ergänzt werden die Workshops durch Besuche regionaler Unternehmen und Bildungspartner sowie kreative Formate wie Podcasts, Videos oder Blogs, in denen sich die Teilnehmenden mit ihrer Heimat auseinandersetzen.

Workshops, Forscherkurse und Job Experience Days bis 2029

Bis Anfang 2029 entstehen im Rahmen des Projekts zahlreiche außerschulische Bildungsangebote – darunter Workshops, Forscherkurse, Ferienprogramme, Betriebsbesichtigungen und Job Experience Days. Ziel ist es, MINT-Kompetenzen zu fördern, den Blick für die Stärken des Fichtelgebirges zu schärfen und junge Menschen frühzeitig mit regionalen Unternehmen und möglichen Arbeitgebern in Kontakt zu bringen.

Ein starkes Netzwerk für die Zukunft der Region

Gefördert wird Fichtel-MINT durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat im Rahmen der Heimat-Digital-Regional-Förderrichtlinie. Projektträger ist das Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD) in Selb. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus Bildung, Wirtschaft und der Region soll so ein nachhaltiges Netzwerk entstehen, das Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaften, Technik und Digitalisierung begeistert und ihnen zeigt: Zukunft hat im Fichtelgebirge viele Gesichter.