Der Ochsenkopf (1.024 m)
Sagenumwoben, markant und unübersehbar: Der Ochsenkopf ist der bekannteste Berg des Fichtelgebirges – mit einer langen Geschichte, einem unverwechselbaren Gipfel und Erlebnissen für jeden Geschmack 🌲⛰️⛷️
Mit seinen 1.024 Metern Höhe ist der Ochsenkopf der zweithöchste Berg des Fichtelgebirges und neben dem Schneeberg wohl sein bekanntestes Wahrzeichen. Über Jahrhunderte galt er den Oberfranken sogar als der höchste Berg ihrer Region, bevor modernere Messungen zeigten, dass der benachbarte Schneeberg mit 1.053 Metern geringfügig höher aufragt. Gelegen zwischen den Gemeinden Bischofsgrün, Fichtelberg, Warmensteinach und Mehlmeisel zieht er mehr Besucher an als jeder andere Berg im Fichtelgebirge – und das zu jeder Jahreszeit 🌞❄️.
Wie kam der Berg zu seinem Namen? 📖
In alten Beschreibungen und Urkunden taucht der Name „Ochsenkopf“ zunächst gar nicht auf. Erst 1491 erscheint der Name „Ochsenkopf“ in einer Bergwerksurkunde.
Woher der Name stammt, zeigt ein spannender Fund: Am Hang unterhalb des Gipfels, nahe dem sogenannten Schneeloch, befindet sich ein Felsen mit dem eingravierten Abbild eines Stierhaupts. Dieses Zeichen war vermutlich ein bergmännisches Kennzeichen für Quecksilber-Fundstellen. Es gilt als ziemlich sicher, dass dieses Ochsenkopf-Bildnis dem Berg seinen heutigen Namen gab. Der dazugehörige Stein galt lange als verschollen – erst im Oktober 2003 wurde er wiedergefunden, nachgezeichnet und wieder aufgestellt 🪨.
Der Asenturm – das Herzstück des Gipfels 🗼
Das eigentliche Wahrzeichen des Ochsenkopfgipfels ist nicht der große Sendeturm, sondern der Asenturm, gebaut vom Fichtelgebirgsverein und am 26. August 1923 feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Er beherbergt bis heute eine bewirtschaftete Aussichtsgaststätte, die als höchstgelegene Gastwirtschaft im Fichtelgebirge gilt ☕🍺: die Ochsenkopf Hüttn.
Den Namen „Asenturm“ schlug Professor Ludwig Hacker aus Wunsiedel vor. Die Asen sind die Götter der germanischen Mythologie und man hielt den Ochsenkopf für einen heiligen Berg. An der Außenwand prangt sein Leitspruch: „Wetter und Sturm trotzt der Asenturm, Tu’s ihm gleich, mein deutsches Reich.“
Die Quellen am Ochsenkopf 💧
Am Osthang des Ochsenkopfes, auf einer Höhe von 887 Metern, entspringt die Weißmainquelle, der anerkannte Ursprung des Weißen Mains, der über Bayreuth und Bamberg schließlich bei Mainz in den Rhein mündet. Die Weißmainquelle ist ein stiller, idyllischer Rastplatz mit Picknickbänken – ideal für eine Pause auf dem Weg zum Gipfel 🌿.
Nur rund 800 Meter südöstlich der Weißmainquelle, am Süd- und Südostfuß des Ochsenkopfes, entspringt eine zweite bedeutende Quelle: die Fichtelnaabquelle. Sie liegt auf einer Höhe von 867 Metern im dichten Hochwald, direkt am Quellenwanderpfad und ist damit ein ideales Ziel für eine kleine Erweiterung der Wanderung. Neben der gefassten Quelle lädt eine Schutzhütte zur Rast ein 🌲🏕️. Hier beginnt der Lauf der Fichtelnaab, eines rund 42 Kilometer langen Flusses, der nach Süden abfließt, in die Naab mündet und schließlich über die Donau das Schwarze Meer erreicht.
Zusammen mit der nur wenige Schritte entfernten Weißmainquelle (deren Wasser zur Nordsee fließt) liegt hier eine der bemerkenswertesten europäischen Wasserscheiden – in unmittelbarer Nachbarschaft, mitten im Wald 🌍.
+++Unser Tipp: Vom Wanderparkplatz am Karches-See lassen sich Weißmainquelle und Fichtelnaabquelle wunderbar zu einer Rundtour verbinden. Ein unvergessliches Naturerlebnis auf kleinstem Raum! 💧💧+++
Das Schneeloch ❄️
Unterhalb des Gipfels, auf dem Weg Richtung Bischofsgrün, öffnet sich eine schachtartige Vertiefung im Boden: das Schneeloch. Es entstand durch den Einsturz eines alten Bergwerksstollens und ist so tief und schattig, dass sich dort häufig noch im Juni Schneereste vom vergangenen Winter finden. Schon 1699 berichtete der Autor Pachelbel, er habe „mitten im August noch Schnee“ darin angetroffen. Das Schneeloch verbindet damit Bergbaugeschichte und Naturwunder auf ganz eigentümliche Weise ❄️🕳️.
Seilbahnen & Freizeitangebote 🚡
Der Ochsenkopf ist der Erlebnisberg des Fichtelgebirges und das zu jeder Jahreszeit.
Seit 1969 bringen zwei Seilbahnen Besucher bequem auf den Gipfel: von Bischofsgrün im Norden und von Fleckl im Süden. Die Fahrt dauert rund sechs Minuten und der Ausblick vom Gipfel entschädigt für alles. 🌄
Im Sommer locken:
➡️ Wanderwege für alle Schwierigkeitsgrade
➡️ Mountainbike-Trails & Singletrails
➡️ Alpine Coaster & Mountain Carts
➡️ Kletterpark Oxenkopf
➡️ Besucherbergwerk Gleißingerfels
➡️ ein neu im Mai 2026 eröffneter Spielplatz für die Kleinen
Im Winter verwandelt sich der Ochsenkopf in ein echtes Wintersportzentrum:
➡️ Zwei Skipisten (Nord & Süd)
➡️ Langlaufloipen & Ringloipe
➡️ Rodelhänge & Winterwanderwege
➡️ Schneeschuhwanderungen
Wandern am Ochsenkopf 🚶
Die beliebteste Wanderroute ist der zertifizierte Weißmain-Ochsenkopf-Steig, vorbei am Weißmainfelsen mit seinen typischen Wollsackverwitterungen, weiter zur Weißmainquelle, hinauf zum Goethefelsen und schließlich zum Gipfel mit dem Asenturm. Danach lohnt ein Abstecher zum Wahrzeichenfelsen mit dem eingravierten Ochsenkopf. Der Weg wurde als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet 🥇.
Wer es lieber bequem mag: Einfach die Seilbahn nehmen und den Gipfel in aller Ruhe erkunden. Für Familien mit Kindern ist der Ochsenkopf in jeder Hinsicht ideal 👨👩👧👦.
Die 12-Gipfel-Tour
Der Ochsenkopf steht für das Fichtelgebirge in seiner ganzen Bandbreite: Geschichte, Natur, Abenteuer und Genuss auf 1.024 Metern. 🌲✨
Du findest weitere Insiderartikel in der FichtelApp, Deiner Regional-App.
+++Tipp: Du bist bereits ein Ochsenkopf-Experte? Dann versuche Dich doch an unserem interaktiven Quiz! Sobald Du im Umkreis von 100 m des Asenturms am Ochsenkopf bist, kannst Du Dein Wissen testen und wertvolle Fichtel-Punkte sammeln!+++