PURUS PLASTICS in Arzberg zeigt, wie Kreislaufwirtschaft, Innovation und Energiewende zusammengehen

Wie aus Plastikabfällen Zukunft wird

Was passiert eigentlich mit den Kunststofffolien aus dem Gelben Sack? Für viele endet die Geschichte mit der Entsorgung. Für die PURUS PLASTICS GmbH in Arzberg beginnt genau ab diesem Schritt etwas Neues.

Im Rahmen unserer Reihe #freiraumfürmacher Energie- und Macherregion durften wir einen Blick hinter die Kulissen eines Unternehmens werfen, das seit mehr als 30 Jahren zeigt, wie aus vermeintlichem Abfall hochwertige Produkte entstehen. Gemeinsam mit Energiemanager Jacob Seiler und dem Marketingteam erkundeten wir einen Betrieb, der Kreislaufwirtschaft nicht nur als Schlagwort versteht, sondern täglich lebt.

Purus Plastics
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Vom Abfall zum Rohstoff

Jedes Jahr verarbeitet PURUS PLASTICS GmbH rund 30.000 Tonnen Kunststofffolien aus dem Dualen System. Was für viele Müll ist, wird hier zum Ausgangspunkt für neue Produkte.

Der Weg dorthin ist beeindruckend: Die angelieferten Folien werden sortiert, gewaschen, zerkleinert, getrocknet und schließlich zu hochwertigem Kunststoffgranulat verarbeitet. Aus diesem Rezyklat entstehen anschließend neue Produkte, die weltweit im Einsatz sind.

Dabei verfolgt das Unternehmen eine klare Philosophie: Materialien möglichst lange im Kreislauf halten. Selbst Produktionsausschüsse oder zurückgenommene Altprodukte werden wieder dem Recyclingprozess zugeführt.

Ein Produkt erobert die Welt

Das bekannteste Produkt aus Arzberg ist der Ecoraster. Die Bodengittersysteme aus Recyclingkunststoff kommen auf Parkplätzen, in der Landwirtschaft, im Reitsport oder bei Begrünungsprojekten zum Einsatz.

Besonders bemerkenswert: Die Produkte aus dem Fichtelgebirge werden weltweit vertrieben. Von Nordamerika über Frankreich bis nach Australien reicht das Händlernetz. Nach eigenen Angaben gehört PURUS PLASTICS zu den Marktführern in diesem Segment.

Der Erfolg basiert dabei nicht nur auf dem Produkt selbst, sondern auf einem durchdachten Gesamtsystem, jahrzehntelanger Erfahrung und dem Anspruch, langlebige Lösungen anzubieten.

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Energie als Zukunftsthema

Wer Kunststoff recycelt und verarbeitet, benötigt viel Energie. Genau deshalb spielt das Thema Energiewirtschaft bei PURUS PLASTICS eine zentrale Rolle.

Bereits früh begann das Unternehmen damit, seine Energieversorgung strategisch weiterzuentwickeln. Sichtbares Ergebnis ist die neue Photovoltaik-Freiflächenanlage, die seit 2025 in Betrieb ist. An sonnigen Tagen kann sie die Hälfte des Strombedarf des Unternehmens decken.

Ergänzt wird die Anlage durch einen Batteriespeicher, der künftig helfen soll, den Eigenverbrauch zu erhöhen und das Stromnetz zu entlasten. Parallel arbeitet das Unternehmen an weiteren Projekten, darunter die Integration einer Wärmepumpe zur nachhaltigen Wärmeversorgung.

Für den Energiemanager des Unternehmens steht dabei ein Ziel im Mittelpunkt: Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz zusammenzubringen.

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Innovation braucht Ausdauer

Im Gespräch wurde deutlich, dass die technische Umsetzung oft nur ein Teil der Herausforderung ist. Genehmigungsverfahren, regulatorische Vorgaben und sich verändernde politische Rahmenbedingungen beeinflussen viele Investitionsentscheidungen.

Nicht immer der einfachste Weg – trotzdem hält PURUS PLASTICS konsequent an seinem Kurs fest. Neue Technologien werden geprüft, Prozesse digitalisiert und Energieprojekte weiterentwickelt. Dabei profitiert das Unternehmen auch von einem regionalen Umfeld, das den Ausbau erneuerbarer Energien aktiv vorantreibt.

Das Fichtelgebirge als Standort mit Perspektive

Der Besuch hat eindrucksvoll gezeigt, welches Innovationspotenzial in unserer Region steckt. PURUS PLASTICS GmbH verbindet industrielle Wertschöpfung, Kreislaufwirtschaft und Energiewende auf eine Weise, die weit über die Region hinaus Beachtung findet.

Unternehmen wie PURUS PLASTICS machen deutlich, warum das Fichtelgebirge heute als Energie- und Macherregion wahrgenommen wird. Hier entstehen Lösungen für Herausforderungen, die weltweit relevant sind. Gleichzeitig bleiben Wertschöpfung, Arbeitsplätze und das Know-how vor Ort.

Die Zukunft wird dort gestaltet, wo Menschen Ideen anpacken und daraus Realität machen.

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