Was Sebastian bei 12 Gipfeln wirklich antreibt – und warum das Fichtelgebirge süchtig macht

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Manche Geschichten fangen nicht mit einem lauten Startschuss an, sondern mit einem Gedanken, der einfach bleibt. Einer, der weiß, wie sich anpacken anfühlt – im Job wie am Berg.

Sebastian Ziesel 12 Gipfel Tour
Sebastian Ziesel 12 Gipfel Tour

Und dann geh ich los

Ich bin Sebastian, 43, Schreinermeister – und das Fichtelgebirge ist für mich nicht einfach nur Kulisse.
Es ist meine Heimat. Mein Arbeitsplatz. Der Ort, an dem meine Leute sind.

Die 12-Gipfel-Tour?
Die bin ich inzwischen viermal gelaufen.

Die Idee war schon lange da. So ein Gedanke, der immer wieder aufploppt. Aber wie’s halt ist – Arbeit, Projekte, Alltag. Erst nach der Sanierung unseres Dreiseithofs hatte ich endlich die Zeit. Und dann hab ich’s einfach gemacht.

Am Ende ist’s Kopfsache

Klar, eine solide Grundkondition brauchst du schon.
Ein bisschen Joggen und Radfahren schadet nicht.

Aber wenn du mich fragst, was wirklich zählt:
Du musst es wollen.

Wenn’s anstrengend wird und die Beine schwer werden, entscheidet nicht der Körper.
Das entscheidet der Kopf.

Und dieser Gedanke begleitet mich immer wieder:
Was für ein Glück wir eigentlich haben, genau hier zu leben.

Diese Momente vergisst du nicht

Ein Moment hat sich bei mir besonders eingebrannt:
Früh am Morgen, eine Lichtung unterhalb des Epprechtsteins im Lamitztal. Nebel in den Tälern, alles still. Einfach magisch.

Aber es läuft nicht immer alles glatt.
Einmal hat uns ein heftiges Gewitter am Ochsenkopf erwischt. Wir mussten umkehren und haben am Karches Schutz gesucht.
Das gehört dazu. Und genau das macht die Tour aus.

Wenn die Kösseine kommt, wird’s ernst

Ganz ehrlich:
Der Anstieg Richtung Kösseine – fast am Ende – hat es in sich. Da merkst du jeden Kilometer, der schon in den Beinen steckt.
Aber aufgeben? War für mich nie wirklich ein Thema. Einfach Kopf ausschalten und weiterlaufen.

Und dann stehst du im Ziel

Egal ob erstes oder viertes Mal – dieses Gefühl bleibt gleich.

Du kommst an, bist komplett platt und gleichzeitig einfach nur glücklich.
Stolz, dass du es durchgezogen hast. Und ja… das Ganze hat definitiv Suchtpotenzial. Seit meinem ersten Mal will ich das jedes Jahr wieder machen.

Warum genau hier?

Für mich ist das Fichtelgebirge mehr als nur Landschaft. Es ist das Zusammenspiel aus Natur und den Menschen, die hier leben.
Und dass viele wieder stolz darauf sind, hier zu Hause zu sein. Und diese Sonnenaufgänge…
Wenn die Täler im Nebel liegen – egal auf welchem Gipfel du stehst: einfach Wahnsinn.

Wenn du 2026 los willst

Ein paar Dinge würde ich dir mitgeben:

  • Nimm genug zu trinken mit
    Es gibt lange Abschnitte ohne Möglichkeit nachzufüllen
  • Unterschätz das Wetter nicht
    Ich bin die Tour auch schon fast komplett im Regen gelaufen – das ist nochmal eine ganz andere Hausnummer

Und ganz ehrlich:
Wenn’s trocken ist, lass die schweren Wanderschuhe im Schrank und geh mit Trailrunningschuhen

Mein persönliches Highlight zwischendurch:
Pause am Karches – Riesenschnitzel und ein Helles. Mehr brauchst du da nicht 😄

Und am Ende?

Das Fichtelgebirge ist für mich
der Ort, an dem mein Herz zu Hause ist.

Wenn du jetzt Bock hast:
Route checken in der #fichtelapp, Leute schnappen und einfach machen.

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