Der Nußhardt (972 m)

Wildes Felsenmeer, eine geheimnisvolle Höhle und ein Gipfel, der selbst Goethe in seinen Bann gezogen hat – der Nußhardt ist einer der eindrucksvollsten und ursprünglichsten Gipfel im Fichtelgebirge 🌲⛰️

Mit seinen 972 Metern Höhe ist der Nußhardt der dritthöchste Gipfel im Fichtelgebirge – nur Schneeberg und Ochsenkopf überragen ihn. Anders als seine berühmten Nachbarn ist er kein Berg der großen Türme und Infrastruktur, sondern ein echter Naturgipfel: rau, wild, ursprünglich. Der Gipfelbereich steht als 5,5 Hektar großes Naturschutzgebiet unter besonderem Schutz. Ein Gipfel für alle, die Natur im ursprünglichsten Sinne erleben möchten. 🌿🪨

Granit & Geologie 🪨

Der Nußhardt ist ein typischer Felsengipfel des Fichtelgebirges. Der Berg besteht aus grobkörnigem Kerngranit und am Südost-Ende sogar aus Augengneis, was ihn geologisch besonders interessant macht. Der Gipfelbereich überrascht mit einem imposanten Blockmeer: mächtige, wollsackartig übereinander getürmte Granitfelsen, die durch Jahrtausende der Verwitterung ihre bizarre Form angenommen haben. Einzelne Felsmauern und Felstürme stehen in ihrer wilden Schönheit den Felsgruppen der berühmten Luisenburg in nichts nach.

Die Nußhardtstube – eine Höhle im Granit 🕳️

Direkt unterhalb des Gipfels verbirgt sich eines der spannendsten Naturwunder des Fichtelgebirges: die Nußhardtstube. Hinter einem schmalen, niedrigen Eingang an der Südseite der Felsengruppe öffnet sich eine etwa 50 Meter lange Überdeckungshöhle, entstanden durch zusammengestürzte Granitblöcke, die sich zu einem natürlichen Dach über dem Felsspalt gelegt haben. In der Mitte öffnet sich die Höhle nach oben hin wieder dem Himmel.

Die erste schriftliche Erwähnung der Nußhardtstube stammt aus dem Jahr 1799, verfasst von Helfrecht. Die älteste bekannte Beschreibung des Nußhardtgipfels selbst geht sogar bis ins Jahr 1716 zurück. Sie enthält allerdings noch keinen Hinweis auf die Höhle. Bei Regen bietet die Nußhardtstube übrigens auch heute noch einen natürlichen Unterschlupf 🌧️✨.

+++Unser Tipp: Quetsche Dich unbedingt durch den engen Eingang der Nußhardtstube – das Staunen im Inneren ist das Kriechen absolut wert! 🪨🕵️‍♂️+++

Die Druidenschüsseln 🫙

Auf der Gipfelplatte des Nußhardt findest Du mehrere schüsselförmige Vertiefungen im Granit. Der Volksmund nannte sie früher „Druidenschüsseln“ – man glaubte, es seien heidnische Opferschalen für uralte Kulthandlungen. Eine mystische Erklärung, die gut zur geheimnisvollen Atmosphäre des Berges passt!

Heute weiß man: Es handelt sich um ganz besondere Verwitterungsformen im Granit, entstanden durch jahrtausendelange physikalische und chemische Prozesse. Weniger geheimnisvoll vielleicht, aber geologisch mindestens genauso faszinierend 🔬.

Goethe am Nußhardt ✍️

Den wohl berühmtesten Besucher erlebte der Nußhardt im Sommer 1785: Johann Wolfgang von Goethe wanderte am 1. Juli 1785 von Wunsiedel über Leupoldsdorf und das Seehaus zum Ochsenkopf – und kam auf dem Rückweg am Nußhardt vorbei. Die Granitformationen des Berges beeindruckten ihn tief, er bezeichnete das Gebiet als „vortrefflichstes Granitgebäude“.

Begib Dich auf Goethes Spuren und vielleicht packt Dich dasselbe Staunen 😊📜.

Das Seehaus – Ausgangspunkt und Rückzugsort 🏡

Der ideale Ausgangspunkt für eine Wanderung zum Nußhardt ist das Seehaus, ein ganzjährig bewirtschaftetes FGV-Unterkunftshaus auf einer Waldlichtung im Kammbereich des Fichtelgebirges. Das heutige Gebäude wurde 1928 vom Fichtelgebirgsverein errichtet – doch die Geschichte des Ortes reicht weiter zurück: Bereits 1762 stand hier ein Zechenhaus als Unterkunft für die Zinnwäscher, die in dieser Gegend nach dem wertvollen Metall suchten.

Wandern am Nußhardt 🚶‍♂️

Die beliebteste Route führt vom Seehaus-Wanderparkplatz an der B303 über einen weißrot markierten Forstweg und einen leichten Steig hinauf zur Felsengruppe. Durch schöne Buchen- und Bergmischwälder geht es leicht ansteigend bergauf – bis die Felsen plötzlich aus dem Wald herausragen und den Blick freigeben.

Ein wenig Klettergeschick ist an den letzten Metern gefragt. Besonders für etwas ältere Kinder ist der Nußhardt ein echtes Abenteuerparadies mit Felsen zum Kraxeln, einer Höhle zum Entdecken und Ausblicken zum Staunen 🧗‍♀️.

⚠️Im Winter solltest Du auf trittsicheres Schuhwerk achten, denn die Treppen auf den Gipfelfelsen können verschneit und rutschig sein ❄️.

Die 12-Gipfel-Tour

Warum der Nußhardt zur 12-Gipfel-Tour gehört? ⭐

✔ dritthöchster Gipfel des Fichtelgebirges
✔ eindrucksvolles Felsenmeer & Felstürme
✔ geheimnisvolle Nußhardtstube
✔ Druidenschüsseln & Naturdenkmal
✔ Goethe war hier – Geschichte zum Anfassen
✔ Naturschutzgebiet & Geoto

Der Nußhardt zeigt das Fichtelgebirge von seiner ursprünglichsten Seite – wild, felsig und voller Geschichte. 🌲✨

+++Tipp: Möchtest Du wissen, welche Gipfel Du vom Nußhardt aus entdecken kannst? Mit deiner FichtelApp kein Problem! Dank Augmented Reality werden Dir die umliegenden Berge direkt auf Deinem Smartphone angezeigt. Sobald Du Dich im Umkreis von 50 Metern um den Nußhardt befindest, kannst Du die Funktion starten und die Aussicht neu erleben. Und ganz nebenbei sammelst Du auch noch Fichtel-Punkte!+++

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