Mit dem Mountainbike über 12 Gipfel: Dennis krasse Tour durchs Fichtelgebirge

Wie ein Schrauber aus dem Fichtelgebirge seine eigene MTB-Challenge gebaut hat
Manche gehen die 12 Gipfel im Fichtelgebirge zu Fuß.
Andere denken sich: „Warum eigentlich nicht mit’m Bike?“
Und dann gibt’s genau die Sorte Mensch, die das Ding nicht nur fährt – sondern sich die Route komplett neu zusammensetzt, optimiert und jedes Jahr wieder durchzieht. Genau darum geht’s hier.



Ich bin Dennis.
Schrauber, YouTuber, Mountainbiker – und im Fichtelgebirge aufgewachsen. Meine Eltern kommen ursprünglich aus Lübeck, aber ich bin hier groß geworden. Für mich ist das hier nicht einfach nur eine schöne Gegend. Das ist mein Spielplatz.
Wie alles angefangen hat
Die 12-Gipfel-Tour kannte ich ursprünglich nur als Wanderung.
Aber irgendwann war klar: Das muss doch auch mit dem Bike gehen.
Also hab ich angefangen zu tüfteln.
Ich hab die Strecke in drei große Segmente aufgeteilt, bin die einzeln gefahren und hab sie Schritt für Schritt so angepasst, dass sie mit dem Mountainbike Sinn macht. Am Ende stand meine eigene Version der Tour.
Vorbereitung? Einfach machen
Ich hab keinen ausgefeilten Trainingsplan gehabt.
Ich bin die drei Segmente immer wieder gefahren, hab an der Strecke geschraubt und bin generell viel auf dem Bike unterwegs gewesen. Das reicht irgendwann, um fit zu sein – körperlich und im Kopf.
Der Punkt, an dem klar war: Ich zieh das durch
Eigentlich wusste ich das von Anfang an. Mittlerweile fahr ich die Tour mindestens einmal im Jahr.
Letztes Jahr sogar im strömenden Regen. War vielleicht nicht die beste Idee – den Ochsenkopf musste ich da auslassen. Aber aufgeben war keine Option.
Warum das Fichtelgebirge fürs Biken einfach perfekt ist
Für mich ist das Fichtelgebirge eine der unterschätztesten Bike-Regionen überhaupt.
Du hast hier:
- unendlich viele Trails
- richtig schöne Spots
- und mit dem Bikepark am Ochsenkopf auch eine Szene, die wächst
Da geht noch mehr – aber genau das macht’s auch spannend.

Wenn ich’s in einem Satz sagen müsste:
Ein beeindruckend schönes Gebirge mit riesigem Potenzial für Mountainbike-Abenteuer.
Mein Lieblingsplatz
Gibt viele.
Aber wenn ich mich festlegen muss: das Kreuz auf der Platte.
Die Tour ist kein Spaziergang
Nicht jeder Gipfel fühlt sich gleich an. Die Platte zum Beispiel ist für mich der härteste Abschnitt:
Technisch anspruchsvoll bergauf, keine einfache Linie und du hast da schon einige Höhenmeter in den Beinen. Der Ochsenkopf dagegen ist einfach ein Highlight fürs Gefühl. Und beim Weißmainfelsen wusste ich direkt: Da komm ich wieder her.
Was man auf Instagram nicht sieht
Die Tour hat auch ihre Seiten, die keiner feiert. Einmal bin ich das Ganze im Regen gefahren.
Würde ich so nicht nochmal machen. Du kommst kaum voran, alles zieht sich und irgendwann denkst du dir schon: Warum tu ich mir das eigentlich an?
Bei der Regenrunde hatte ich vor dem Schneeberg genau so einen Moment.
Aber dann war klar: Jetzt zieh ich’s durch.
Mein Setup
Kein großes Geheimnis.
Ganz normales MTB-Setup.
Wichtig ist eher, was du dabeihast:
- Reifenheber
- kleine Pumpe
- genug Wasser
Mehr brauchst du nicht – aber das solltest du wirklich dabeihaben.
Wenn du die Tour selbst fahren willst
Ganz ehrlich: Das ist nichts für Anfänger.
Du solltest:
- mit anspruchsvollen Trails klarkommen
- 10 bis 12 Stunden im Sattel aushalten
- und rund 72 km mit 2200 Höhenmetern packen
- technisch sicher fahren können
Ein Fehler, den viele machen: zu lange Pausen. Das killt dir komplett den Rhythmus.
Die beste Pause
Für mich war die beste Pause tatsächlich in Weißenhaid – bei Verwandten. Kurz runterkommen, richtig auftanken und dann weiter. Das hat mehr gebracht als jede schnelle Pause irgendwo am Weg.
Was am Ende bleibt
Klar, Muskelkater.
Aber vor allem:
Zeit mit Freunden, gemeinsames Durchziehen und am Ende ein Video, das genau das festhält.
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Mehr InformationenFreiraum bedeutet für mich
Dort zu leben, wo andere Urlaub machen. Und genau das merk ich jedes Mal wieder, wenn ich auf dem Bike sitze und durchs Fichtelgebirge fahr.

