INTERREG-Förderung bringt neuen Schwung – EgroNet nimmt Fahrt auf: Arbeitsgruppen kommen erstmals zusammen

Erst im Herbst erhielt der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge gemeinsam mit dem Karlovarský Kraj den Förderbescheid im Programm INTERREG Bayern–Tschechien 2021–2027 – und schon jetzt ist der grenzüberschreitende Mobilitätsverbund EgroNet mitten in der Weiterentwicklung. Die bewilligten rund 87.000 Euro für das Projekt „EgroNet-Kooperation“ schaffen die Grundlage, um das Angebot in den kommenden zweieinhalb Jahren Projektlaufzeit moderner, digitaler und bürgernäher zu gestalten.

v.r.n.l.: Vladimír Malý (Karlovarský Kraj), Michael Stumpf (Landkreis Hof), Jens Müller (Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen GmbH), Diana Heinel (Verkehrsverbund Vogtland GmbH), EgroNet-Geschäftsführerin Anna Šulcová, Hagen Brosig (Stadt Plauen), Günter Finzel (Stadt Bayreuth), Jürgen Kreuzer (Landkreis Tirschenreuth), Landrat Peter Berek (Vorsitzender EgroNet-Kooperationsverbund).

Nur kurze Zeit nach der Förderzusage haben die drei zentralen Arbeitsgruppen ihre Arbeit aufgenommen. In den Bereichen Marketing & Kommunikation, Tarifstruktur & Ticketing sowie Organisationsentwicklung & Ausbau werden derzeit konkrete Maßnahmen geplant, abgestimmt und vorbereitet. Die Zusammenarbeit zwischen den bayerischen und tschechischen Partnern spielt sich spürbar ein, was auch auf der zweiten Mitgliederversammlung des EgroNet Ende November in Marienbad hervorgehoben wurde. Vertreterinnen und Vertreter aller 13 Kooperationspartner sowie der beteiligten Verkehrsunternehmen nutzten das Treffen, um sich über anstehende Aufgaben und die nächsten Schritte im Projekt auszutauschen.

Das INTERREG-Projekt verfolgt drei zentrale Ziele: die Harmonisierung und Weiterentwicklung der Verbundstrukturen, den Aufbau einer modernen Tarifstruktur inklusive digitalem Ticketing sowie die Stärkung der Bekanntheit des Angebots durch eine zweisprachige, wirkungsvolle Marketingstrategie. Im Rahmen des Interreg-Projektes umfasst das EgroNet-Gebiet umfasst dabei den Karlovarský Kraj und die Stadt Cheb auf tschechischer sowie die Landkreise Bayreuth, Hof, Kulmbach, Neustadt a. d. Waldnaab, Tirschenreuth und Wunsiedel i. Fichtelgebirge sowie die Städte Bayreuth und Hof auf bayerischer Seite. Die Landkreise Vogtland und Westerzgebirge in Sachsen sowie der Landkreis Greiz in Thüringen erweitern das EgroNet-Gebiet, sind jedoch programmbedingt nicht Teil des geförderten Interreg-Projektes

EgroNet-Geschäftsführerin Anna Šulcová betont: „Es freut mich sehr zu sehen, wie schnell wir nach der Förderzusage ins Arbeiten gekommen sind. Die Arbeitsgruppen sind aktiv, die Partner ziehen an einem Strang, und wir spüren überall den Willen, das EgroNet inhaltlich weiterzubringen.“ Landrat Peter Berek ergänzt: „Die Förderung gibt uns völlig neue Möglichkeiten, das EgroNet inhaltlich und räumlich weiterzuentwickeln – dafür gilt mein ausdrücklicher Dank. Für die Zukunft wünsche ich mir eine Ausweitung des Verbunds entlang der gesamten bayerisch-tschechischen Grenze in Richtung Pilsen. Damit können wir dem Ticket eine völlig neue Strahlkraft verleihen und noch mehr Menschen grenzüberschreitende Mobilität ermöglichen.“

Zum Fahrplanwechsel am Sonntag, den 14. Dezember 2025, wird die turnusgemäße Anpassung des EgroNet-Tickets wirksam. Der neue Grundpreis von 32 Euro orientiert sich wie zuletzt am Preis des Bayern-Tickets und sorgt für eine einfache, transparente und gut nachvollziehbare Tarifstruktur. Die Anpassung stellt sicher, dass Qualität, Stabilität und Weiterentwicklung des Angebots langfristig gewährleistet bleiben. Für die Nutzerinnen und Nutzer bleibt das EgroNet-Ticket damit ein attraktives und unkompliziertes Angebot für grenzüberschreitende Mobilität in der gesamten Region.