Förderprojekt „MoorGen“: Moore für Generationen startet in den Moorschutz im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge
Ein Hauch Mystik umweht die Moore im Fichtelgebirge. Seltene Pflanzen, Tiere und Pilze finden hier wichtige Rückzugsorte. Moore speichern enormen Mengen Wasser und CO2. Da im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge über die Hälfte der Oberfränkischen Moore liegen, kommt ihm eine besondere Verantwortung beim Moorschutz zu. Unter Federführung des Zweckverbands interkommunales Flächenmanagement (ZIF) haben sich, der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge sowie der Landschaftspflegeverband Wunsiedel e.V. zusammengetan und erhalten mehr als drei Millionen Euro Unterstützung aus den Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien des Bayerischen Umweltministeriums in Ergänzung mit dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.
Heute hat Thorsten Glauber, Bayerischer Staatsminister für Umwelt- und Verbraucherschutz, den Förderscheck im Rahmen eines kleinen Empfangs im Kräuterdorf Nagel übergeben. Dabei wurde die erste Pflegemaßnahme, die extensive Beweidung mit schottischen Hochlandrindern in einem der 26 Projektgebiete, dem Ehewaldmoor, besichtigt. Hier haben sowohl die Wildlandstiftung, als auch private Eigentümer, ihre Flächen dem Naturschutz zur Verfügung gestellt, um so die Flächen zukünftig verbessern zu können.
Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte bei der Förderscheckübergabe: „Moore sind ökologische Multitalente. Als Kohlenstoff-Tresore sind sie für den Klimaschutz unverzichtbar. Sie halten das Wasser in der Landschaft und sind ein Hotspot der Artenvielfalt. Der Landkreis Wunsiedel geht mit seinen Partnern einen entscheidenden Schritt und handelt gemeinschaftlich zum Schutz der Moore im Fichtelgebirge. Mit den Maßnahmen schafft der Landkreis auch attraktive Natur- und Erholungsräume, wie den Moorlehrpfad im Zeitelmoos. Das Projekt ‚MoorGen‘ ist ein Vorzeigebeispiel für aktiven Klima- und Naturschutz. „
„Mit diesem umfangreichen Projekt tragen wir unseren Teil zu einer lebenswerten Zukunft für alle im Fichtelgebirge bei“, so Landrat Peter Berek. „Wir sind stolz, diese regionalen, bedeutenden Schutzmaßnahmen mit unserem kompetenten Team nun angehen zu können.“
Mithilfe der Fördermittel sollen Flächen angekauft, die Wasserstände angehoben und ein naturnaher Lebensraum geschaffen werden. Hier finden langfristig seltene Pflanzen-, Pilz- und Tierarten wie Sonnentau, Hochmoorlibelle oder Kreuzotter wieder eine Zukunft. Auch dienen die Moore als Wasserspeicher bei Starkregenereignissen und langen Trockenperioden, ganz im Sinne einer Schwammlandschaft.
